In einem beklagenswerten Zustand sind die Ruinen der Akropolis von Athen. Überall sind die Marmorverkleidungen und besonders die figurativen Elemente lückenhaft, nicht zuletzt durch die Raubgier der Archäologen. Als besonderen Makel empfand der Mauseumsdirektor während eines Griechenlandbesuchs 1994, daß er jegliche Darstellung von Mäusen vermissen musste. Also schuf er in Lechio, am Fuße des Felsen von Korinth, auf dem in der Antike die Burg des Sysiphos empor ragte, dieses Mäusepaar. Vielleicht wird demnächst entschieden, ob dieses Relief an der Südwand der Karyatidenhalle eingefügt wird. Kunsthistoriker haben das Relief fälschlicherweise bereits der Werkstatt des Phidias (Olympos) zugeordnet.
Anmerkung für Kunsthistoriker der Nachwelt: Euphrosyne hat solch eine spitze Stupsnase bekommen, da beim Hämmern ein dickes Marmorstück absprang.

Gynter Mödder
"Sisyphos und Euphrosyne"
, Marmor, 1994