Die wichtigste im Museum repräsentierte Künstlerin ist sicherlich Renate Mödder-Reese. Sie gilt als die bedeutendste Flugmausmalerin nördlich des Südpols, wenn nicht gar der ganzen Welt.
Ausserdem ist sie Ärztin für Innere Medizin, früher mit Schwerpunkt Nephrologie, jetzt vorwiegend mit wissenschaftlichen Auswertungen beschäftigt.
Ihre malerische Ausbildung erhielt Renate Mödder-Reese im Atelier von Carl Lambertz.
Es gibt Bilder mit Ardennenlandschaften, Bäumen, Blumen und Katzen von ihr. Doch erst mit den Flugmäusen erhob sie sich zu wahrer Meisterschaft. Die Idee hierzu kam ihr - beflügelt durch das Mauseum - einfach zugeflogen, wie es bei Flugmäusen ja auch anders nicht zu erwarten ist. Die Flugmaus: Inkarnation der armseligen Kreatur, die durch bunte Flügel der Phantasie sich aus dem Jammertal erhebt und wie ein bunter Schmetterling durch die Lüfte schwebt. Erdverhaftet sind Mäuse und Menschen. In den Lüften und darüber leben Flugmäuse und Flugmenschen, die man auch Engel nennt. Metaphysische Existenzen. Doch in Renate Mödder-Reeses Bildern kommt kein Pathos auf. Farbig und heiter segeln die Flugmäuse daher. Und modern: eine benutzt eine Startbahn, eine andere, etwas faul, als Transportmittel einen Flugzeugflügel.

Renate Mödder-Reese